Was der Klimawandel wirklich kostet

beleuchtet Michael Springer in Spektrum der Wissenschaft (7.24, p. 49, 2024): Die wirtschaftlichen Folgen der Erderwärmung lassen sich immer besser prognostizieren. Sie stellen den Aufwand sämtlicher Umweltschutzmaßnahmen weit in den Schatten. Ein Team um die Ökomathematikerin Leonie Wenz vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat im April 2024 detailliert ausgerechnet, was der Klimawandel für die Weltwirtschaft in den kommenden 26 Jahren bedeutet. Auch wohlhabende Regionen der gemäßigten Zone wie Europa und Nordamerika werden schwere Verluste erleiden. Am stärsten trifft es wirtschaftlich schwächere Gebiete wie Südamerika, Südasien und Afrika. Die Ergebnisse wurden in Nature 624, 2024 veröffentlicht. Ein Team um den Umweltökonom Moritz Alexander Drupp von der Universität Hamburg hat auf einen wichtigen Trend hingewiesen: Die Natur wird nicht billiger. Der Wert von Ökosystemen steigt mit der Zeit. Diese Ergebnisse wurden in Science 383, 2024 veröffentlicht.